JK Wedding Entrance Dance

Eigentlich wollte Kevin Heinz das Video nur für Freunde und Familie ins Netz stellen. Ein Video das während seiner Hochzeit mit Jill Peterson entstanden ist. Bis heute haben es über 17 Milionen Menschen (update vom 15.9.2009/0:36Uhr – 24.516.464 Aufrufe) auf youtube gesehen. Ein echtes Phänomen und sie selbst hätten nie mit einem solchen Interesse gerechnet. Auf ihrer Website schreiben sie: „Our experience since we posted the video has been incredible. We would never have expected this response to our wedding entrance in a million years.“

Als ich das Video gestern zum ersten Mal sah, habe ich wohl die vollen 5:10min. „durchgelächelt“. Das ist es, was das Video einfach so wundervoll macht, es zeigt Lebensfreude, Liebe und Freundschaft – eben das was man gern bei einer Hochzeit und auch sonst gern sehen möchte.

Das Lied „Forever“ von Chris Brown als echter Sommerhit tut sein übriges. Chris Brown, der ja mehr dadurch bekannt geworden ist, das er seine Freundin Rihanna verprügelte, verkauft seine Single jetzt übrigens deutlich besser als vor dem Hochzeits-Video. Er profitiert auch davon, das direkt vom Video auf iTunes verlinkt wurde (Platz 4 der iTunes Single Charts, Stand 31. Juli 2009) und der Song tausendfach gekauft worden ist.

Chris Brown verdient also gut am Video von Jill und Kevin mit und aus diesem Grund schreiben die beiden weiter auf ihrer Website: „Due to the circumstances surrounding the song in our wedding video, we have chosen the Sheila Wellstone Institute. Sheila Wellstone was an advocate, organizer, and national champion in the effort to end domestic violence in our communities.“

Mittlerweile findet sich auch das „Scheidungsvideo“ auf youtube. Es hat nahezu dieselbe Choreografie, wurde aber von der New Yorker Video Produktionsfirma „Indigoprod“ mit professionellen Tänzern als Viral für die Firma „Ricoh“ produziert. Über die Entstehung des Videos gibt es einen sehr interessanten Artikel im Sydney Morning Herald

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E-Mail-Interview mit Prof. Michael Rotert

Genau 25 Jahre nach der ersten Mail, die Prof. Michael Rotert damals empfangen hat, hatte ich die Chance ihn kurz zum Thema E-Mail, Schule und Internet per Mail zu befragen.

Jörg Ruckel: Unbestritten haben E-Mails die Kommunikation und das Arbeitsleben nachhaltig verändert. In meiner täglichen Praxis werde ich oft mit Lehrern konfrontiert, die auch der E-Mail sehr unaufgeschlossen entgegentreten. „Die Sprache verkümmert“, „die face-to-face-Kommunikation geht verloren“ und  „E-Mails sind im schulischen Lernen unnötig“ sind häufige Aussagen. Für Sie, der beruflich und in Forschung und Lehre täglich mit dem Kommunikationsmedium zu tun hat (und die Entwicklung von Anbeginn erlebt hat), was würden Sie diesen Lehrern entgegenbringen?

Prof. Michael Rotert: Das erinnert mich an die gleiche Argumentation wie früher, als das Fernsehen neu war: Das verdummt, macht die Augen schlecht, etc. etc. Wenn man mit einer Technologie nicht zurechtkommt, mag man sie nicht und sucht nach allen nur denkbaren Argumenten, um diese Aversion zu stützen. Tatsache ist aber, dass wir und auch die Sprache einer ständigen Entwicklung unterliegt und sich in frühen Zeiten schon aufgeregt haben, wegen der vielen französischen Vokabeln in der deutschen Sprache (Friseur, Trottoir etc. etc.). Heute sind es die englischen Anteile (denglisch) oder die Sprache bei Mail. Entwicklung lässt sich nicht aufhalten, man darf dies aber nicht verteufeln (hat in meiner Jugend schon nichts gebracht), sondern muss dies als Chance betrachten. Gerade von Senioren höre ich, dass sie mit ihren Kindern und Enkeln wieder richtigen Kontakt haben, nachdem sie täglich kurz mailen oder Fotos schicken. Wohlgemerkt, Leute die mit 70 noch neu einsteigen in die Materie. Lehrern, die wie o.a. argumentieren, kann man eigentlich nur die Befähigung für ihren Beruf absprechen, denn gerade sie sollten die Kinder lehren, mit dem Medium korrekt umzugehen. Wer aber das Medium nicht verstanden hat……

Ich fürchte aber prinzipiell, dass solange die PHs und Unis die Lehrer nicht auch in Medienkompetenz ausbilden, diese keine Anhaltspunkte haben, wie man das vermitteln kann. Man muss dann eigentlich auf die nächste Generation von Hochschullehrern rechnen.


Jörg Ruckel: Nicht nur auf politischer Ebene sondern auch unter Lehrern und Eltern wird vorrangig darüber diskutiert, dass das Internet vielfältige Risiken für Kinder und Jugendliche bietet. Ich gehöre zu den Pädagogen, die zunächst Wissen um Chancen und Möglichkeiten vermitteln. Auch aus Ihrer Erfahrung heraus, wo liegen die Chancen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Lernen an Schulen und Hochschulen?

Prof. Michael Rotert: Jede Autostraße bietet Risiken, die Kinder müssen lernen, damit umzugehen, denn fernhalten kann man sicher nicht alles Üble.Das ungeheure Wissen, welches jedem Internetteilnehmer zur Verfügung steht, erlaubt eigentlich der Schule schon sehr frühzeitig die Kinder recherchieren zu lassen und dies vorzutragen. Damit kann die ART VON LERNEN, DIE IM STUDIUM NOTWENDIG IST EIGENTLICH SCHON SEHR FRÜH EINGEFÜHRT WERDEN, bzw. zum selbstständigen Lernen erzogen werden. Die Allgemeinbildung wird es danken! Weiterhin gibt es heute schon Programme mit Erfolgskontrolle für viele schulische Bereiche (sogar Sport), so dass im günstigsten Fall das Internet die Nachhilfe ersetzen kann – auf jeden Fall können Dinge im Krankheitsfall nachgelernt werden. Wenn man den Umfang der im Internet verfügbaren Information betrachtet, dann überwiegen ganz klar die positiven Inhalte. Plakativ gesprochen, wegen 3 toten Autofahrern wird keine Straße geschlossen. Kinder vor allem Übel behüten, gaukelt diesen eine heile Welt vor, die es so einfach nicht gibt – natürlich auch nicht im Internet. Was passiert denn einem Erwachsenen, wenn er die ganzen Kinderkrankheiten erst im Alter bekommt, nur weil die Eltern es vor diesen Krankheiten um jeden Preis geschützt haben?

Professor Michael Rotert ist unter anderem Gründungsmitglied der Internet Society und von DENIC, Vorstandsvorsitzender des eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., Präsident von EuroISPA sowie als Gutachter für die Europäische Kommission, UN und US Dept. of Commerce tätig.


Geschichte der Email

Am 3. August 1984 wurde in Deutschland die erste Email empfangen. Michael Rotert von der Universität Karlsruhe (TH) empfing unter seiner Adresse „rotert@germany“ eine Grußbotschaft der US-amerikanischen Plattform CSNET: „Willkomen bei CSNET.“erstemail

Bereits 1971 hatte der Ingenieur Raymond Samuel Tomlinson die Idee, das sich Menschen über ihren Computer Nachrichten schicken könnten. Eine gute Idee, aber Computer wie wir sie heute kennen, gab es damals noch nicht. Computer waren damals groß wie Kleiderschränke und die Bedienung war nicht unbedingt einfach.

Raymond Tomlinson arbeitete damals bei Bolt Beranek and Newman (BBN). Die Firma soll für das Verteidigungsministerium das Computernetz Arpanet aufbauen – Das Netz, aus dem dann das Internet werden sollte. Er braucht einige Stunden bis das Programm fertig geschrieben ist, mit dem man Emails schreiben, lesen und verschicken kann. Und er steht vor einem Problem: Wie soll er den Benutzer und den Rechner auseinanderhalten? Er braucht ein Zeichen, das in keinem Namen vorkommt. Tomlinson entscheidet sich für das @-Symbol und gibt sich die erste Email-Adresse tomlinson@bbntenexa. Kein .com, kein .org – weil das wird erst später erfunden.

Dann verschickt er die erste Email in der Geschichte. Von einem Computer zu einem anderen – beide standen in einem Zimmer, verbunden über das Arpanet. Was in der Mail stand weiß er nicht mehr – es waren zunächst verschiedene Testmails. In einer Mail an verschiedene andere Nutzer des Arpanets erklärte er dann die Verwendung des @-Zeichens. Das aus dieser Idee und dem ersten Einsatz heute die wichtigste Kommunikationsanwendung werden sollte, hat er sich nicht träumen lassen. Heute werden täglich Milliarden Emails verschickt und die Email hat das Arbeitsleben und die Kommunikation nachhaltig verändert.

In diesem Jahr wurde Raymond Tomlinson als „Vater“ der Emails mit dem Prinz-von-Asturien-Preis ausgezeichnet. Mit der Erfindung hat er die Welt der Kommunikation revolutioniert, erklärte die Jury.

Spektakuläres Musikvideo

Das Video startet ziemlich unspektakulär und mutet zunächst eher an, wie eine der unzähligen Coverversionen auf Youtube. Was sich aber dann entwickelt, ist eine furiose Montage von vielen Webcam-Aufnahmen zu einem Gesamtkunstwerk.

Es ist das Musikvideo der japanischen Band „Sour“ zu ihrem Titel „Hibi no neiro“. Die Band forderte dazu ihre Fans weltweit auf, eine vorgegebene Choreografie mit ihrer Webcam aufzunehmen.

Die vier Regisseure Masashi Kawamura, Hal Kirkland, Magico Nakamura und Masayoshi Nakamura arrangierten daraus ein ästhetisches, kurioses und überraschendes Video. Die einzelnen Fans und Webcambilder treten plötzlich in eine verblüffende Interaktion.

Ich gebe zu, dass mich die Musik nicht wirklich vom Hocker haut, aber die Einfälle und die Montage finde ich spektakulär.

Mittlerweile wurde das Video fast eine Million Mal auf Youtube angeklickt und in unterschiedlichen anderen Videoplattformen gepostet.

Viel Spaß und lieben Dank an masakaaa

SOUR official site: http://sour-web.com
2009 Zealot Co.,ltd / Neutral Nine Records

Podcast im Schulunterricht

Podcast ist sicher eine der Web2.0 Anwendungen die geradezu prädestiniert ist, um sie im Unterricht einzusetzen. Sie bietet sowohl für Schüler als auch für Lehrer vielfältige Möglichkeiten.

Grundsätzlich würde ich zwei Formen von Podcast-Einsatz unterscheiden:

  • Podcast als Materialquelle
  • Podcast als kreatives Werkzeug

Als Materialquelle

Podcast werden bereits seit einiger Zeit verstärkt an Universitäten in den USA eingesetzt. Dort bieten immer mehr Lehrende ihren Studenten ihre Vorlesungen zusätzlich als Podcast an. Diese können dann per MP3-Player den Worten ihres Professors im wahrsten Sinne des Wortes „auf Schritt und Tritt“ lauschen. Auch in Deutschland setzt sich dieser Trend fort.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, habe ich oft Verben aus dem Englischunterricht, Gedichte und vieles mehr auf meinen Kassettenrekorder aufgenommen und dann immer wieder angehört. Für mich war das eine gute und effektive Lernmethode.

Hier könnten Lehrer für die unterschiedlichsten Fächer Podcasts anbieten, die sich die Schüler dann herunterladen könnten.

Als kreatives Werkzeug

Noch spannender finde ich es, wenn die Schüler auch selbst am Prozeß des podcasten beteiligt sind. Das heißt, sie stellen selber Audiobeiträge her, die dann von anderen genutzt werden.

Hier ist gerade der Fremdsprachenunterricht geeignet. Stellen sie sich vor, Schüler einer Klasse haben immer zu zweit die Aufgabe, am Ende einer oder zwei Schulwochen einen Podcast, passend zum abgearbeiteten Lehrstoff, zu produzieren und hochzuladen.

Was bedeutet das für die Lehrer?

Grundsätzlich muss man feststellen, das sich viele Lehrer in Deutschland vor dieser Anwendung scheuen. Das mag an Unkenntnis, Angst vor Neuem oder im wesentlichen daran liegen, das Lehrer innerhalb ihres Lehrplans wenig Zeit für „Experimente“ sehen.

Sicher muss man sich vorab mit der Technik auseinandersetzen – aber hier kann man auch sehr gut auf die technischen Kompetenzen der Schüler zurückgreifen. Wichtig ist dann, das der Lehrer zumindestens am Anfang die Podcastbeiträge „steuert“ und Tipps und Ideen gibt.

Selbstverständlich ist es dann auch nötig die einzelnen Beiträge zu hören und gegebenenfalls auf inhaltliche Fehler hinzuweisen.

Eine ganz hervorragende Informationsquelle zum Thema Podcast im Schulunterricht ist die Seite von Sebastian J. Dorok und Michael Fromm. Die beiden beschreiben auf ihrer Website die technischen Grundlagen und nennen Beispiele aus ihrer Praxis in der Schule:

http://www.schulpodcasting.info/

Total lokal – Das Fernsehmagazin

Ferienprojekt im Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel

Montag bis Freitag – live und ungeschminkt. In den ersten vier Ferienwochen 13. Juli bis zum 7. August 2009 berichten Jugendliche über Themen aus Kassel und der Region, die sie interessieren. Dieses Projekt wird bereits im zweiten Jahr angeboten und auch diesmal haben sich wieder zahlreiche Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren angemeldet.

totallokalAls ReporterInnen, RedakteurInnen, Kamerafrauen und -männer, CutterInnen und RegisseurInnen sind sie tagsüber unterwegs und abends um 18.15 Uhr geht es dann live auf Sendung (Im digitalen nordhessischen Kabelnetz auf Programmplatz 136, im analogen Kabelnetz für Telekolumbus-Kunden (ehemals ewt) auf S 23, für Unitymedia-Kunden auf K 22).

Infos, Hintergünde und Inhalte findet ihr im Total lokal Blog

Die ersten Sendungen findet ihr online auf der MOK Kassel Website

Unterstützt wird das Projekt von Armin Ruda (MOK Kassel)) und Steffen Ackermann (Freier Kameramann

Youtube Fundstücke 2

Gesehen habt ihr das Video bestimmt schon oder zumindestens darüber gelesen: „Ukraine Polka Band plays Kate Perry – Hot n Cold“.

Mal ganz davon abgesehen, das ich es für eine sehr gelungenge Coverversion halte, ist es auch erstaunlich, wie schnell sich das Video übers Netz verbreitet hat. Es sind sicher zusammen weit über drei Millionen Aufrufe seit Anfang des Jahres.

Das erste Posting des Videos war wohl auf Youtube: Los Colorados

Alle anderen Videos (auch auf anderen Plattformen) wurden später gepostest und auch der Text, den der User „oltsya“ über die Band geschrieben hat, findet sich so oder ähnlich in unzähligen Blogs wieder.

Auf der Videoseite von „oltsya“ finden sich dann auch weitere Aufnahmen der Band im Rahmen eines „Charity concert for Tetylkivtsi inhabitants“.