Podcast im Schulunterricht

Podcast ist sicher eine der Web2.0 Anwendungen die geradezu prädestiniert ist, um sie im Unterricht einzusetzen. Sie bietet sowohl für Schüler als auch für Lehrer vielfältige Möglichkeiten.

Grundsätzlich würde ich zwei Formen von Podcast-Einsatz unterscheiden:

  • Podcast als Materialquelle
  • Podcast als kreatives Werkzeug

Als Materialquelle

Podcast werden bereits seit einiger Zeit verstärkt an Universitäten in den USA eingesetzt. Dort bieten immer mehr Lehrende ihren Studenten ihre Vorlesungen zusätzlich als Podcast an. Diese können dann per MP3-Player den Worten ihres Professors im wahrsten Sinne des Wortes „auf Schritt und Tritt“ lauschen. Auch in Deutschland setzt sich dieser Trend fort.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, habe ich oft Verben aus dem Englischunterricht, Gedichte und vieles mehr auf meinen Kassettenrekorder aufgenommen und dann immer wieder angehört. Für mich war das eine gute und effektive Lernmethode.

Hier könnten Lehrer für die unterschiedlichsten Fächer Podcasts anbieten, die sich die Schüler dann herunterladen könnten.

Als kreatives Werkzeug

Noch spannender finde ich es, wenn die Schüler auch selbst am Prozeß des podcasten beteiligt sind. Das heißt, sie stellen selber Audiobeiträge her, die dann von anderen genutzt werden.

Hier ist gerade der Fremdsprachenunterricht geeignet. Stellen sie sich vor, Schüler einer Klasse haben immer zu zweit die Aufgabe, am Ende einer oder zwei Schulwochen einen Podcast, passend zum abgearbeiteten Lehrstoff, zu produzieren und hochzuladen.

Was bedeutet das für die Lehrer?

Grundsätzlich muss man feststellen, das sich viele Lehrer in Deutschland vor dieser Anwendung scheuen. Das mag an Unkenntnis, Angst vor Neuem oder im wesentlichen daran liegen, das Lehrer innerhalb ihres Lehrplans wenig Zeit für „Experimente“ sehen.

Sicher muss man sich vorab mit der Technik auseinandersetzen – aber hier kann man auch sehr gut auf die technischen Kompetenzen der Schüler zurückgreifen. Wichtig ist dann, das der Lehrer zumindestens am Anfang die Podcastbeiträge „steuert“ und Tipps und Ideen gibt.

Selbstverständlich ist es dann auch nötig die einzelnen Beiträge zu hören und gegebenenfalls auf inhaltliche Fehler hinzuweisen.

Eine ganz hervorragende Informationsquelle zum Thema Podcast im Schulunterricht ist die Seite von Sebastian J. Dorok und Michael Fromm. Die beiden beschreiben auf ihrer Website die technischen Grundlagen und nennen Beispiele aus ihrer Praxis in der Schule:

http://www.schulpodcasting.info/

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Total lokal – Das Fernsehmagazin

Ferienprojekt im Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel

Montag bis Freitag – live und ungeschminkt. In den ersten vier Ferienwochen 13. Juli bis zum 7. August 2009 berichten Jugendliche über Themen aus Kassel und der Region, die sie interessieren. Dieses Projekt wird bereits im zweiten Jahr angeboten und auch diesmal haben sich wieder zahlreiche Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren angemeldet.

totallokalAls ReporterInnen, RedakteurInnen, Kamerafrauen und -männer, CutterInnen und RegisseurInnen sind sie tagsüber unterwegs und abends um 18.15 Uhr geht es dann live auf Sendung (Im digitalen nordhessischen Kabelnetz auf Programmplatz 136, im analogen Kabelnetz für Telekolumbus-Kunden (ehemals ewt) auf S 23, für Unitymedia-Kunden auf K 22).

Infos, Hintergünde und Inhalte findet ihr im Total lokal Blog

Die ersten Sendungen findet ihr online auf der MOK Kassel Website

Unterstützt wird das Projekt von Armin Ruda (MOK Kassel)) und Steffen Ackermann (Freier Kameramann

Youtube Fundstücke 2

Gesehen habt ihr das Video bestimmt schon oder zumindestens darüber gelesen: „Ukraine Polka Band plays Kate Perry – Hot n Cold“.

Mal ganz davon abgesehen, das ich es für eine sehr gelungenge Coverversion halte, ist es auch erstaunlich, wie schnell sich das Video übers Netz verbreitet hat. Es sind sicher zusammen weit über drei Millionen Aufrufe seit Anfang des Jahres.

Das erste Posting des Videos war wohl auf Youtube: Los Colorados

Alle anderen Videos (auch auf anderen Plattformen) wurden später gepostest und auch der Text, den der User „oltsya“ über die Band geschrieben hat, findet sich so oder ähnlich in unzähligen Blogs wieder.

Auf der Videoseite von „oltsya“ finden sich dann auch weitere Aufnahmen der Band im Rahmen eines „Charity concert for Tetylkivtsi inhabitants“.

Youtube Fundstücke

Ich gebe zu, ich könnte Stunden damit verbringen auf Youtube nette, einfallsreiche und schöne Videos zu suchen und dann natürlich auch zu finden.

Mal ganz davon abgesehen, das ich dort viele schon verloren geglaubter Filme wiederfinde (bestes Beispiel ist einer der ersten Ärzte Auftritte >Video) hab ich unglaublichen Spaß an unzähligen Coverversionen. Eines der besten von vielen Fundstücken ist sicher das  „Ohne Dich“ – Die Ärzte Ukulele Cover von Bernd Dombrowski:

Es lohnt sich in jedem Fall, auch die anderen Videos von ihm anzuschauen und zum Schluß werft noch einen Blick auf seine Website: http://www.myspace.com/ukeFischkopp

Tja, und wer Spaß an der Ukulele hat, dem empfehle ich unbedingt noch das Video von Zoe Woodbury-High. Sie spielt und singt „There Is A Light That Never Goes Out“ von The Smiths. Noch dazu ein wunderschön gemachtes Video und ich mag Frauen mit hohen Stimmen 🙂

ZWH – „There is a light that never goes out“

und der Text is hier Smiths – Lyrics

Viel Spaß

Ice Age in 3D

bucki

Eigentlich geh ich ja nur äußerst selten ins Kino. Das hängt damit zusammen, das ich die neuen großen Kinopaläste nicht wirklich mag und irgendwie allen alten Kasseler Kinos etwas nachtrauere. Obwohl wir natürlich auch noch zwei schöne kleine Programmkinos haben und da sah ich vor vielen vielen Monaten dann auch meinen letzten Kinofilm: „Hände weg von Mississippi“ – aber eigentlich auch nur deshalb, weil Regisseur Detlev Buck zur Premiere kam. Wobei ich diesen Film, nach dem Buch der  Autorin Cornelia Funke, auch absolut empfehlen kann – nicht nur weil ihn Detlev Buck gemacht hat. Hände weg von Mississippi

Nun ja, wenn man Kinder hat, kommt man aber auch nicht um die großen Blockbuster und Kinopaläste drumherum. So war ich letzten Freitag im Cineplex und sah „Ice Age 3“ in 3D.

Da ich so selten ins Kino gehe kann ich gar nicht sagen ob es einen 3D-Aufschlag auf den normalen Kinopreis gab. Zumindestens musste ich zu dem Eintritt von 9,50 Euro für einen Erwachsenen (6,50 Euro für meinen Sohn) noch je 1,50 Euro extra für die Brillen-Ausleihe bezahlen.

Aber zu dem Film: Die Handlung fand ich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene witzig und ich hab schon auch das eine oder andere Mal richtig lachen müssen. Es war unterhaltsam und es ging um Freundschaft und Abenteuer. Ein guter Familienfilm wie ich finde. Mein Sohn sagte mir aber, das er die ersten beiden Teile besser fand – ok, da kann ich nicht mitreden (werd sie mir aber bestimmt mal auf DVD besorgen und das nachholen).

Die 3D Technik war aber das eigentliche Highlight des Films. Mein letzter 3D Film war Anfang der 80er „Der weiße Hai“ und da gab es noch die altbekannten rot/grün Brillen.

Bei „Ice Age“ ist die Technik eine ganz andere. Die Digital 3D Technologie beruht auf polarisierten Linsen der neuartigen Polarisationsbrillen. Man taucht förmlich in das Geschehen ein, die Farben sind brillant und man erlebt ein gestochen scharfes, faszinierend plastisches Bild. Sehr beindruckend fand ich zum Beispiel die Schneeflocke, die förmlich direkt vor mir schwebte.

Mein Fazit: Durchaus sehenswert!

40 Jahre Mondlandung

20. Juli 1969 – Meine Eltern haben mich damals geweckt und mir mein erstes richtiges Fernseherlebnis beschert. ARD und ZDF sendeten damals in mehreren Sondersendungen. Eine richtiges Mammutprogramm vorbereitet für die ARD von Dr. Günter Siefarth, für das ZDF von Heinrich Schiemann.

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„Zwei Apollo-Sonderstudios. Das der ARD war vielleicht mit seinen schimmernden Tischverkleidungen architektonisch etwas raumfahrtnäher. Zwei Mondfähren-Modelle. Zwei Leitungen zum Raumfahrtzentrum in Houston. Zwei gewiefte Reporter am anderen Ende…“ (aus der „HÖR ZU“ Nr. 31 / 1969, S. 10)

Wer bislang keine der Wiederholungen gesehen hat, kann das am 20. Juli 2009 im Bayrischen Fernsehen nachholen. Ab 20.15 gibt es dort den großen Themenabend „40 Jahre Mondlandung“ und ab 1 Uhr dann die besagte Originalsendung.

Und wem es bis dahin zu langweilig ist, kann die Apollo-11-Mission zum ersten Mal komplett im Internet miterleben – vom Start bis zur Landung auf dem Erdtrabanten.

Auf wechoosethemoon.org gibt es die Reise zum Mond als Echtzeit-Erlebnis mit original Funkverkehr, Bildern und vielem mehr – Ich hab da großen Spaß 🙂 Nicht vergessen, am 20. Juli um 22:17:58 Uhr landet die Fähre auf dem Mond. Am 21. Juli um 04:56:20 betritt Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

Aktuell bis zur Landung: 94std. 33min 15sec – and counting…

Die Wortwarte – auf der Suche nach den Neuwörtern von morgen

Im Zusammenhang mit einem Artikel über Chatsprache las ich vor ein paar Wochen einen Hinweis auf die Internetseite www.wortwarte.de.

Dort sammelt Lothar Lemnitzer vom Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen seit 2000 neue Wörter in der deutschen Sprache. Er und sein Team werten dazu nahezu täglich die Internetausgaben der Zeitungen aus, in deren Redaktionen sie sprachliche Kreativität vermuten (Der Spiegel, die Zeit, die Welt, Financial Times Deutschland, Rheinische Post etc.).

Alle neuen Worte stehen alphabetisch, thematisch oder nach Datum sortiert auf der Seite zur Verfügung. Für jedes Wort wird der Text in dem es stand in Ausschnitten wiedergegeben und die Quelle genannt.

Also, trotz bloggen, chatten und twittern – die deutsche Sprache verkümmert nicht, sie entwickelt sich weiter.

Jörg